Selbstgenähte Masken Teil 1

Schon vor einigen Tagen bekam ich die erste Anfrage, ob ich vielleicht Masken nähen könnte. Das ist jetzt nichts, was mir besonders viel Spaß macht (ich nähe ja lieber freestyle, siehe meine Upcycling-Klamotten hier), aber da die Dinger nunmal gebraucht werden, habe ich mein Nähzimmer mal ein wenig aufgeräumt und mich auf die Suche nach geeigneten Stoffen gemacht. Ich werde in den nächsten Tagen verschiedene Nähanleitungen aus dem Internet testen und die Ergebnisse hier posten.

Auch wenn die Schutzwirkung solcher selbstgenähter Masken immer wieder diskutiert wird, gibt es genug gute Gründe, in der Öffentlichkeit eine zu tragen. Dazu hier ein guter Artikel von Dr. Eckart von Hirschhausen und die vielen Corona-Info-Videos von Dr. Mark Benecke.

Zu den verwendbaren Stoffen: Ich werde erst mal weiterhin meiner Upcycling-Philosophie folgen und nutzen, was ich da habe. Da die Masken nach jedem Gebrauch ausgekocht werden müssen, sollten die Stoffe einigermaßen kochfest sein. Ich halte also erstmal nach reinen, möglichst dicht gewebten oder gewirkten Baumwollstoffen Ausschau. Vielleicht habe ich aus der Babyzeit der Kinder noch ein paar Bodys oder Molton-Tücher, die sind auf jedenfall kochbar. Stofffarben sind mir für den Anfang egal – wenn sie beim Kochen verblassen ist, das glaube ich zu verschmerzen. Die gängigen „Schlüpfer“-Gummis, also die, die man auch im gut sortierten Supermarkt bekommt, sind normalerweise kochfest. Haargummis oder Jerseystreifen (von elastischen T-Shirts geschnitten) eignen sich bei Schnittmustern, wo das Gummi nicht fest miteingenäht ist, sondern ausgewechselt werden kann (wenn es vom Auskochen mürbe geworden ist). Um die Masken im Nasenbereich gut passend zu bekommen, kann man Draht mit einnähen (aber am besten so, dass man ihn vor dem Kochen rausnehmen kann). Blumen- oder Basteldraht muss man man mehrfach legen, damit er starkt genug ist, metallene Heftstreifen eignen sich auch gut.

Nähversuch 1: Mein erstes Experiment sind zwei Masken nach der Anleitung der VHS Brandenburg. Sie sind schnell zu nähen, aber mit den T-Shirt-Stoffen, die ich verwendet habe, wirken sie dünn und labberig. Vielleicht nähe ich sie nochmal doppellagig. Praktisch finde ich, dass die Gummis bei diesem Schnitt austauschbar und leicht durchzufädeln.sind. Die Anleitung, wie man die Falten konstruiert, fand ich schwer nachzuvollziehen. Aber wenn man verstanden hat, wie es gemeint ist, sind sie einfach zu nähen.

Die Maske rechts ist aus einem Kinder-Unterhemd (100% BW-Jersey) und nach dem Schnittmuster zu groß für mich, meinem Mann passt sie aber. Nur wenn er redet, rutscht sie über die Nase runter. Vielleicht verstärke ich eine davon mal testweise mit einem Draht über der Nase, indem ich oben einen Hohlsaum mache, wo man sowas reinschieben kann. Aber auch das Gummiband rund um die Ohren ist nix für mich (obwohl ich eigentlich Segelohren habe, halten sie irgendwie schlecht…).

Nähversuch 2: Dann habe ich die Variante 2 von sewsimple.de ausprobiert (Variante 1 ist mit Schrägband, und das ist mir zu aufwändig – ich will ja keinen Nähwettbewerb gewinnen, sondern schnell ein praktisches Produkt herstellen). Variante zwei hat ein etwas komlpizierteres Schnittmuster, soll sich aber dafür auch ohne eingenähte Falten der Gesichtsform anpassen. Es gibt die Vorlage in vier verschiedenen Größen, Kinder bis Männer. Das Frauen-Schnittmuster war mir etwas zu groß (meinem Mann passt es), das für große Kinder passt mir gut. Leider gibt es auch hier keine Möglichkeit, einen Draht im Nasenbereich einzuschieben. Da überlege ich mir aber was, denn eigentlich gefällt mir der Schnitt ganz gut.

Da ich bei der grünen schon gemerkt habe, wie unangenehm mir das Gummi um die Ohren ist, habe ich bei der braunen nur Schlaufen eingenäht und dann ein langes Gummi kreisförmig durchgefädelt, so dass es jetzt hinter dem Kopf entlang geht. Ist aber auch noch nicht ganz ausgereift.

Morgen geht es weiter mit den Näh-Experimenten!

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